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Arbeitprobe

von Judith Hama
n

 

 



Video/Produktion:
Skrollan Alwert
Sound/Musik: Marq Lativ Guther
Hamburg 2009/2017

Welche Bedeutung bekommt das Bild "Anbetung der Könige" von 1520, Herkunft unbekannt, in der aktuellen Umgebung?
Das Original hängt in der Anhaltischen Gemäldesammlung mit 15 weiteren Exponaten in einem Raum von denen 12 aus dem Gotischen Haus Wörlitz stammen, die dann ins Schloß Georgium gewandert sind. Sie hingen seit 1863 dort im Bibliothekszimmer, Esszimmer, im Geistlichen Kabinett sowie in den herrschaftlichen Schlafzimmern, waren Teil des täglichen Lebens der herzöglichen Familie.
Nun bewahren sie ihre Geschichten im Miteinander in einem Museumsraum. Wenig wissen wir über die Orte, an denen die Bilder Anfang des 16. Jahrhunderts entstanden sind und kaum etwas darüber, wie sie in dieses Herrenhaus gelangten.
Eine Reproduktion des Bildes "Anbetung der Könige" hat Judith Haman im Sommer 2009 in die Situation einer belebten Einkaufsstraße in Hamburg-Altona gebracht, in die Große Bergstraße.
Von der Fensterscheibe blickte das Bild "Anbetung der Könige" über Monate hinweg auf die Fußgängerpassage. Der Ort von dem aus das Bild schaute ist ein ehemaliges Reisebüro im leerstehenden Frappant Gebäude, dem ersten bundesdeutschen Einkaufszentrum mit Fußgängerzone, das Anfang der siebziger Jahre errichtet worden ist, mit einer großen Karstadt Filiale in dessen Mitte, die seit 2003 leer steht. "Anbetung der Könige" im Jahr 2009/10. Das Bild hängt dort nicht, wie der Ausschnitt des an einem sonnigen Mittwochnachmittag aufgenommene Video zeigt, zum Zwecke der Werbung für Düfte, Essenzen oder eine Reise in den Nahen Osten. Es bleibt vielmehr in "seiner Zeit", so, wie die vorbeifahrenden Radfahrer, PassantInnen oder die im Eissalon Sitzenden ihre Zeit erleben. "Anbetung der Könige" damals und heute. Die dokumentierende Videoinstallation bringt mit kurzer Rast das Heute in das jahrhundertwährende Miteinander der Museumsexponate und hinterfragt die behauptete, gottgegebene Zeitlosigkeit des 16. Jahrhunderts.

Badminton Stops
ein Film über sechs Badminton Spiele auf Autobahnrastplätzen


 

 

Video / Cut / Actor:
Judith Haman,
Heiner Metzger

Hamburg 2015

  Sechs Badminton Spiele auf den Parkplätzen von Autobahnraststätten in Deutschland und Luxemburg.



Six videos badminton games on highway rest areas in Germany and Luxembourg.


June/July 2012

wasche meine Hände ...#4
"Halte aus, Auschwitz ist der beste Ort, Gutes zu tun".

Über den Standortarzt in Auschwitz 1942-1945, Dr.Eduard Wirths

Video/Bilder/Produktion:
Judith Haman,
Heiner Metzger

Hamburg, 2014

 

Während der Ausstellung "wasche meine Hände..#3", räumliche Inszenierung von Judith Haman 8.8 -13.9.2013
im Schulmuseum Hamburg besuchte Peter Wirths, der Sohn von Dr.E.Wirths, die Ausstellung,
in der Dr.E.Wirths und sein Bruder, Gynäkologe Dr. H.Wirths an der Frauenklinik in Hamburg-Altona,
als Verantwortliche an medizinischen Verbrechen in Auschwitz benannt werden

In einem Interview befragen ihn Jutta Hübner und Judith Haman über seine Kindheit in Auschwitz und das Verhalten seines Vaters.
Frühere Interviewpassagen mit Verwandten von Dr. E.Wirths aus dem Dokumentarfilm von 1975:"Dr. Eduard Wirths, Standortarzt von Auschwitz", Niederlande, Regie: Rolf Orthel, kreisen um die Behauptung seines Vaters: "Halte aus, Auschwitz ist der beste Ort, Gutes zu tun".
Die Videoaufnahmen entstanden beim Besuch von Peter Wirths in der Ausstellung "wasche meine Hände" im Schulmuseum Hamburg (2013), wenige Monate später im Haus von Peter Wirths und bei Besuchen von Geroldshausen.
Auf dem Kriegerdenkmal im Heimatort Geroldshausen wird Dr. E.Wirths als "Gefallener" des 2. Weltkriegs aufgeführt.
Datiert auf den 20.9.1945, den Tag seines Suizids in der Haft.

Ein Besuch 2012 im
"D - 17217 Musterdorf"
Alt Rehse




Juli 2013

Video/Produktion
Judith Haman
Heiner Metzger

  Ein Besuch 2012 im mecklenburgischen Alt Rehse, idyllisch gelegen am Tollensesee.
Der Umbau des Guts Alt-Rehse zum deutschen Trainingslager für ärztliche Mörder wurde am 1.6.1935 mit großem Aufwand gefeiert, die Eröffnungsrede von R. Heß durch sämtliche Radiosender übertragen.
Diese "reichsweit" einmalige Einrichtung diente bis 1943 der ideologischen Schulung von deutschen Ärztinnen und Ärzten, Hebammen, Apothekern sowie Angehörigen der gesundheitspolitischen Institutionen. Ein Viertel der deutschen Jungärzte wurde im Zentrum der NS Eugenik geistig und körperlich "erzogen"und erhofften sich einen Karrieresprung durch ihre Teilnahme.
Nach der Befreiung übernahm die sowjetische Armee die Anlage, darauf folgten NVA und Bundeswehr. Als Nachkomme ihrer Vorgängerorganisation in der Nazizeit machte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) 1991 Rückgabeansprüche auf die "NS Ärzteführerschule" geltend sowie auf den Grund und Boden und die Häuser des ehemaligen Nazi-Musterdorfs. In jahrelangen Prozessen kämpften die Alt-Rehser darum, die Häuser der KBV nicht abkaufen zu müssen. Am Ende verzichtet die KBV, die Kosten für den Erhalt waren ihr zu hoch.Der Verein "Erinnerungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte Alt Rehse e.V." (EBB) "hat sich zum Ziel gesetzt, die Ergebnisse seiner Gedenkstättenarbeit in eine zukunftsorientierte und moderne Bildungsarbeit zu integrieren" und erhofft sich eine geregelte Förderung.

FRAPPANT
am Strand


Juli 2012 Ostende

 

video/cut:
Judith Haman
Heiner Metzger
Musik:
John Hughes: contrabass
Heiner Metzger: Alt Saxophon
  FRAPPANT, das große Einkaufszentrum in der Großen Bergstraße in Hamburg Altona,
war 2009 nach jahrelangem Leerstand von 140 Künstlerinnen zum Atelier- und Veranstaltungshaus umgewidmet worden.
Wenige Monate nach dem Einzug wurde bekannt, daß Ikea das Gebäude abreißen und an seiner Stelle
ein erstes innerstädtisches Verkaufshaus mit Vollsortiment errichten möchte.
Mit Veranstaltungen in der Blinzelbar im Frappant und der KeinIkeaInAltona Initiative organisierten wir den
Widerstand gegen die Ansiedlung Ikeas in Altona und propagierten ein soziokulturelles Zentrum im
Frappant. Leider ohne Erfolg, das Frappant wurde 2012 abgerissen.
Die Blinzelbar war ein polymedialer Projektraum (2005 - 10) von Judith Haman und Heiner Metzger.
Bei einer der letzten Veranstaltungen, am 20. Dezember 2009, wurde das Duokonzert von
John Hughes und Heiner Metzger mitgeschnitten. Der Beginn des Konzerts ist der Soundtrack zu den Videos
vom Fliegen des Frappantdrachens am Strand von Ostende.

Anschauen

Videoinstallation
Judith Haman

26.3 - 24.10.2010
Anhaltischen Gemäldegalerie
Puschkinallee 100
06846 Dessau




video/cut:
Skrollan Allwert

Hamburg 2010
©Skrollan Allwert, Judith Haman

  Welche Bedeutung bekommt das Bild "Anbetung der Könige" von 1520, Herkunft unbekannt, in der aktuellen Umgebung?
Das Original hängt in der Anhaltischen Gemäldesammlung mit 15 weiteren Exponaten in einem Raum von denen 12 aus dem Gotischen Haus Wörlitz stammen, die dann ins Schloß Georgium gewandert sind. Sie hingen seit 1863 dort im Bibliothekszimmer, Esszimmer, im Geistlichen Kabinett sowie in den herrschaftlichen Schlafzimmern, waren Teil des täglichen Lebens der herzöglichen Familie. Nun bewahren sie ihre Geschichten im Miteinander in einem Museumsraum. Wenig wissen wir über die Orte, an denen die Bilder Anfang des 16. Jahrhunderts entstanden sind und kaum etwas darüber, wie sie in dieses Herrenhaus gelangten. Eine Reproduktion des Bildes "Anbetung der Könige" hat die Künstlerin Judith Haman im Sommer 2009 in die Situation einer belebten Einkaufsstraße in Hamburg-Altona gebracht, in die Große Bergstraße. Von der Fensterscheibe schaute das Bild "Anbetung der Könige" über Monate hinweg auf die Fußgängerpassage. Der Ort von dem aus das Bild schaute ist ein ehemaliges Reisebüro im leerstehenden Frappant Gebäude, dem ersten bundesdeutschen Einkaufszentrum mit Fußgängerzone, das Anfang der siebziger Jahre errichtet worden ist, mit einer großen Karstadt Filiale in dessen Mitte, die seit 2003 leer steht. Um "das Frappant" streiten sich seit Jahren KünstlerInnen und EinwohnerInnen mit der Stadt. Sie wollen dort ein großes stadtteilorientiertes Zentrum für Kulturschaffende sowie für nichtkommerzielle Freizeit- und Bildungseinrichtungen zu schaffen. 140 KünstlerInnen haben in dem seit fast 20 Jahren leer stehenden Bürokomplex ihre Ateliers eingerichtet und suchen über regelmäßige Ausstellungen, Veranstaltungen und Festen den Kontakt mit dem Stadtteil und seinen Bewohnerinnen. Die Stadt hat 2010 den Zuschlag einem multinationalen Konzern gegeben: Ikea wird "das Frappant" abreißen und ein Möbelhaus mit vollem Sortiment dort errichten. Das Viertel wird nicht nur während der jahrelangen Bauzeiten im Ausnahmezustand sein. "Anbetung der Könige" im Jahr 2009/10. Das Bild hängt dort nicht, wie der Ausschnitt des an einem sonnigen Mittwochnachmittag aufgenommene Video zeigt, zum Zwecke der Werbung für Düfte, Essenzen oder eine Reise in den Nahen Osten. Es bleibt vielmehr in "seiner Zeit", so, wie die vorbeifahrenden Radfahrer, PassantInnen oder die im Eissalon Sitzenden ihre Zeit erleben. "Anbetung der Könige" damals und heute. Die dokumentierende Videoinstallation bringt mit kurzer Rast das Heute in das jahrhundertwährende Miteinander der Museumsexponate und hinterfragt die behauptete, gottgegebene Zeitlosigkeit des 16. Jahrhunderts. Vom 26.3 - 24.10.2010 war die Videoinstallation mit dem Fensterblick in den Park im Anhalt-Raum 4 der Anhaltischen Gemäldegalerie zu sehen.

Vom Tisch zur Tafel

Installation aus 750
Staubsaugertüten.

3. - 19. Juni 2005
Große Bergstraße 160 Hamburg

Installation
Judith Haman
Stilla Seis


Video, Musik
Judith Haman,Heiner Metzger


Hamburg 2013
©Judith Haman, Heiner Metzger

 

VOM TISCH ZUR TAFEL
von Judith Haman und Stilla Seis
Ladenraum 7, Große Bergstraße 160, Hamburg -Altona, 3. - 19. Juni 2005 • Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 17 - 20 Uhr

Eröffnung: 3. Juni 2005 18 Uhr .. 20 Uhr:

Oberons Asyl 2

Konzert
Kunstraum Tosterglope
29. Mai 2005

 

 

 

Kamera: Judith Haman
Cut/Produktion: Heiner Metzger

Hamburg 2013
©Judith Haman, Heiner Metzger
 

Im sonnigen Maitag inszeniert das TonArt Ensemble "Oberons Asyl" im Garten des Kunstraums in Tosterglope.
Melodien aus Carl Maria von Webers Oper "Oberon" sind in die improvisierte Bearbeitung des "Oberon" Sujéts eingebunden;
ebenso der nahegelegene Teich.

Musik:
Michael Haase: banjo, Ole Hoffmann: saxofon, Georgia Ch.Hoppe: clarinet
Nicola Kruse: violin, Claudius Molter: flute
Helmuth Neumann: conch (Muschelhorn), shawn (Schalmei), trumpet
Kira Stein: vocal, Krischa Weber: cello, Heiner Metzger: clarinet, composition

Judith Haman: Idee, video

 

Oberons Asyl

Konzert 2.7.2000 • Planten un Blomen Hamburg

 

conductor, composition:
Heiner Metzger
Idee und Installation:
Judith Haman.
video, cut:
Christoph Thiele

Thanx to Marq Lativ Guther for digital help
Hamburg 2013©by the artists
  Die zufällige Begegnung mit der Programmiersprache `Oberon`war für uns ein Anlaß, die verschiedenen Aspekte des "Oberon" Sujéts in der Musikperformance "Oberons Asyl" neu zu inszenieren. Oberon, der Elfenkönig in Carl Maria von Webers gleichnamiger Oper (UA 1826 in London) agiert unabhängig von Zeit und Raum, und vermag mittels Musik seine Gegenspieler in Bann zu schlagen. In dem Video von Christoph Thiele werden Teile der Performance in den Wasserkaskaden des Planten un Blomen Parks in Hamburg szenisch dokumentiert. Das Ensemble spielte auf kleinen Podesten in einer Wasserfläche, das Publikum war zufällig oder eingeladen. Judith Haman bearbeitet eine Installation während der Performance. Die aus C.M. von Webers zitierten prägnanten Oberon Melodien unterbrachen dirigierte längere Ensembleimprovisationen. Dafür wurden folgende Zeichen verwendet:
• ein lauter Impuls - kurze Pause | ). Pause | @ ad.lib. | $ Schalmei | ~~o~~ Sonnenuntergang | ∞\ Wiederholungen leiser werdend | ( ):| Wiederholung in konstanter Lautstärke :) freudige Erregung | ≥ konstante Klänge + decrescendo | ≤ konstante Klänge + crescendo | >= sich annähern | ≈| sich auf eine Bewegung einpendeln | ÷ perk. Klänge tief+hoch und konstante Mitte ..;. staccato mit kurzen Motiven | ö mit den Rädern spielen | Ω mit Becken spielen
TonArt Ensemble
Heinz Erich Goedecke • trombone, Michael Haase • banjo,Ole Hoffmann • sax, Georgia Ch. Hoppe • clarinet
Nicola Kruse • violin, Claudius Molter • flute, Helmuth Neumann: shawn (Schalmei), trumpet
Kira Stein • vocal, Krischa Weber • cello, Peter N. Wilson • contrabass

Oberons Asyl

Probe (Rehearsal)
H7 Hamburg
7. November 1997

 

 

 

Video: Judith Haman
Cut/Produktion: Heiner Metzger

Hamburg 2013
©Judith Haman, Heiner Metzger
  Bei der Probe von Oberons Asyl am 7.11.1997 im Hoch7 Veranstaltungsraum in Hamburg
interpretiert das Ensemble eine graphische Partitur für "Oberons Asyl".
Judith Haman hatte die Rauminstallation mit den Objekten vorbereitet, sie filmte unsere Arbeit mit der Komposition.
Nach einer Pause in der Mitte des Videos wiederholen wir die Interpretation.
Die Raumkomposition "Oberons Asyl" bearbeitet eine aktualisierte Inszenierung des "Oberon" Themas,
das Carl Maria von Weber in seiner Oper "Oberon" 1826 in London auf die Bühne brachte.
Der Versepos "Oberon" von Christoph Martin Wieland und Geschehnisse aus Shakespeares "Sommernachtsraum" waren Vorlagen für das Opernlibretto.

mit:
Michael Haase: banjo, Mauretta Heinzelmann: viola, vocal, Nicola Kruse: violin, Heiner Metzger: clarinet, perc. composition
Claudius Molter: flute, Helmuth Neumann: schalmei (shawm), trumpet, Kira Stein: vocal, Krischa Weber: cello
Peter N. Wilson: contrabass

Video, Rauminstallation, Objekte: Judith Haman

Orpheus_G_Spötter

Performance,Installation
Judith Haman, Heiner Metzger
22. Juni 1997

KX Kunst auf Kampnagel - Hamburg
im Rahmen von
"Hören + Sehen III"

 

Kamera: Maren Fuhrmann
Cut/Produktion: Heiner Metzger

Hamburg 2012
©Judith Haman, Heiner Metzger

   

In Erdnähe

Judith Haman
Performance, Installation 3.9.1994

Frankfurt Triennale

 

 

 

Kamera: Heiner Metzger
Cut/Produktion: Heiner Metzger

Hamburg 2012
©Judith Haman, Heiner Metzger

 

"Von realer Gegenwart"

Judith Haman
Performance
11. Juli 1993

Marstall Ahrensburg
Lübeckerstr. 6

 

 

Kamera: Romano Gaiera, Heiner Metzger
Cut/Produktion: Heiner Metzger

Hamburg 2011
©Judith Haman, Heiner Metzger

   


"Glücklich oder was ich einmal werden wollte"


Judith Haman  
Performance • 8.10.1989


Stadtteilschule Niendorf
Paul Sorge Str. 133-135
p/o: "Kunst im Wege"
Eimsbütteler Kulturtage 1989

camera: Niko Fuchs
cut/prod: Heiner Metzger

Hamburg 2011
©Judith Haman, Heiner Metzger